Bei einer Veneninsuffizienz transportieren die Beinvenen das Blut nicht mehr optimal zurück zum Herzen. Dadurch kann sich Blut in den Beinen stauen. Typisch sind schwere Beine, Schwellungen, Krampfadern oder Hautveränderungen.
Die Beschwerden sind oft im Verlauf des Tages stärker und bessern sich häufig durch Hochlagern oder Bewegung.
Veneninsuffizienz – auf einen Blick:

✅ Typische Beschwerden
- schwere, müde Beine
- geschwollene Knöchel oder Unterschenkel
- Spannungsgefühl
- sichtbare Krampfadern
- Juckreiz oder trockene Haut
- bräunliche Hautverfärbungen am Unterschenkel
- nächtliche Wadenkrämpfe
- Beschwerden bei langem Stehen oder Sitzen
✅ Häufige Ursachen und Risikofaktoren
- Veranlagung
- höheres Alter
- Schwangerschaften
- langes Stehen oder Sitzen
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- frühere Thrombose
- Krampfadern
- Bindegewebsschwäche
✅ Was Sie selbst tun können
- regelmässig gehen und die Wadenmuskeln aktivieren
- längeres Sitzen oder Stehen unterbrechen
- Beine zwischendurch hochlagern
- Fusskreisen und Zehenstand-Übungen machen
- auf bequeme Schuhe achten
- bei Übergewicht langsam Gewicht reduzieren
- Haut an den Unterschenkeln gut pflegen
- Kompressionsstrümpfe können bei manchen Menschen Schwellungen, Schmerzen und Spannungsgefühl lindern. Sie sollten passend ausgemessen und korrekt getragen werden.
- Bitte besprechen Sie eine Kompressionsbehandlung vorher ärztlich, wenn Sie Durchblutungsstörungen der Arterien, Diabetes mit Fussproblemen, offene Hautstellen, starke Schmerzen oder unklare Beinschwellungen haben.
Bewegung ist wichtig, weil die Wadenmuskulatur wie eine „Pumpe“ wirkt und den Rückfluss des Blutes unterstützt.
✅ Einfache Venenübung
Diese Übung können Sie mehrmals täglich machen:
- Stellen oder setzen Sie sich stabil hin.
- Heben Sie die Fersen langsam an.
- Rollen Sie wieder auf die Fersen zurück.
- Wiederholen Sie das 10–20 Mal.
- Danach die Füsse kreisen lassen.
Das ist besonders sinnvoll bei langem Sitzen, zum Beispiel im Büro, im Zug oder im Flugzeug.
✅ Kompressionsstrümpfe
Kompressionsstrümpfe können bei Venenbeschwerden helfen, Schwellungen und Spannungsgefühl zu vermindern. Wichtig ist, dass sie richtig ausgemessen und passend getragen werden.
Bitte besprechen Sie Kompression besonders dann vorher ärztlich, wenn Sie Durchblutungsstörungen, Diabetes, offene Hautstellen, starke Schmerzen oder unklare Beinschwellungen haben.
✅ Welche Untersuchungen gibt es?
Je nach Situation können sinnvoll sein:
- Gespräch über Beschwerden und Risikofaktoren
- Untersuchung der Beine und Haut
- Kontrolle der Pulse
- Ultraschall der Venen
- Abklärung, ob eine Thrombose ausgeschlossen werden muss
- bei offenen Wunden: gezielte Wund- und Gefässabklärung
⚠️ Wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?
Bitte lassen Sie Beschwerden ärztlich abklären, wenn:
- ein Bein deutlich stärker anschwillt als das andere
- neue Schmerzen in Wade oder Bein auftreten
- die Haut am Unterschenkel braun, verhärtet oder entzündet wirkt
- offene Stellen oder schlecht heilende Wunden entstehen
- die Schwellung neu oder rasch zunehmend ist
- Atemnot, Brustschmerzen oder Kreislaufbeschwerden dazukommen
- Sie unsicher sind, ob Kompressionsstrümpfe für Sie geeignet sind
🚨 Sofort ärztliche Hilfe suchen bei:
- plötzlich einseitig geschwollenem, schmerzhaftem Bein
- Verdacht auf Thrombose
- Atemnot oder Brustschmerzen
- bläulicher, kalter oder sehr schmerzhafter Extremität
- Fieber mit stark gerötetem, überwärmtem Bein
✅ Hilfreiche Links
- Gesundheitsinformation.de – Was tun bei Krampfadern?
https://www.gesundheitsinformation.de/was-tun-bei-krampfadern-und-wann-operieren.html - Gesundheitsinformation.de – Ursachen und Anzeichen eines Ödems
https://www.gesundheitsinformation.de/ursachen-und-anzeichen-eines-oedems.html - Gesundheit.gv.at – Venenbeschwerden: Was kann ich selbst tun?
https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/venen/venenerkrankungen-was-kann-ich-selbst-tun.html - Stadtspital Zürich – Venöse Insuffizienz der Beine
https://www.stadt-zuerich.ch/stadtspital/de/leistungsangebot/dermatologie/beinleiden.html
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Wenn Sie Beschwerden, Medikamente und Verlauf übersichtlich notieren möchten.
Wichtiger Hinweis:
Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine persönliche ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei akuten Beschwerden, Unsicherheit oder Verschlechterung wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder den ärztlichen Notfalldienst.
