Diabetes-Risiko – wann sollte man kontrollieren?

Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt sich oft langsam. Viele Menschen bemerken lange keine Beschwerden. Eine frühzeitige Kontrolle kann helfen, erhöhte Blutzuckerwerte rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Warum ist die Kontrolle wichtig?

  • Diabetes kann lange unbemerkt bleiben.
  • Erhöhte Blutzuckerwerte können Gefässe, Nerven, Augen, Nieren und Herz belasten.
  • Früh erkannt lässt sich das Risiko oft durch Lebensstil und Behandlung deutlich senken.
  • Auch ein Prädiabetes kann ein wichtiger Warnhinweis sein.

Wer hat ein erhöhtes Risiko?

  • Übergewicht, besonders Bauchfett
  • Bewegungsmangel
  • Diabetes in der Familie
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • früherer Schwangerschaftsdiabetes
  • höheres Alter
  • Rauchen
  • bestimmte Medikamente
  • bereits bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Mögliche Symptome

Diabetes kann lange ohne Beschwerden bestehen. Mögliche Zeichen sind:

Auf einen Blick

Diabetes kann lange ohne deutliche Beschwerden bestehen. Bei Risikofaktoren oder typischen Symptomen ist eine Kontrolle von Blutzucker beziehungsweise HbA1c sinnvoll.

Infografik zum Diabetes-Risiko mit Risikofaktoren, Kontrollen und Alltagstipps
  • starker Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • verschwommenes Sehen
  • Gewichtsverlust
  • häufige Infekte
  • schlechte Wundheilung
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl an Füssen

Welche Untersuchungen gibt es?

Häufig kontrolliert werden:

  • Nüchternblutzucker
  • HbA1c, also der Langzeitblutzucker
  • gelegentlich ein Zuckerbelastungstest
  • zusätzlich Blutdruck, Cholesterin und Nierenwerte

Der HbA1c zeigt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten Wochen bis Monate.

Was Sie selbst tun können

  • regelmässige Bewegung
  • ausgewogene Ernährung
  • zuckerhaltige Getränke reduzieren
  • Gewicht reduzieren, falls sinnvoll
  • Blutdruck und Cholesterin kontrollieren
  • Rauchstopp
  • regelmässige Vorsorgekontrollen wahrnehmen

Wichtig: Wann sollten Sie ärztliche Beratung suchen?

  • bei familiärer Belastung
  • bei Übergewicht oder Bluthochdruck
  • bei erhöhtem Cholesterin
  • bei starkem Durst oder häufigem Wasserlassen
  • bei früherem Schwangerschaftsdiabetes
  • bei unklarer Müdigkeit
  • wenn Sie Ihr persönliches Risiko einschätzen möchten

Wichtiger Hinweis:
Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine persönliche ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei akuten Beschwerden, Unsicherheit oder Verschlechterung wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder den ärztlichen Notfalldienst.

Weitere passende Themen