Nierenwerte – einfach erklärt

Nierenwerte – einfach erklärt

Nierenwerte geben Hinweise darauf, wie gut die Nieren arbeiten. Häufig gemessene Werte sind Kreatinin, eGFR und Harnstoff. Auch Urinuntersuchungen können wichtig sein.

Die Nieren regulieren Flüssigkeit, Salze, Blutdruck und helfen, Stoffwechselprodukte auszuscheiden.

✅ Was bedeuten Kreatinin und eGFR?

Kreatinin ist ein Abbauprodukt aus der Muskulatur und wird über die Nieren ausgeschieden.

Die eGFR ist eine berechnete Schätzung der Nierenfunktion. Sie hilft einzuschätzen, wie gut die Nieren filtern.

Ein einzelner Wert muss immer im Zusammenhang beurteilt werden: Alter, Muskelmasse, Medikamente, Flüssigkeitshaushalt und Vorerkrankungen spielen eine Rolle.

✅ Häufige Ursachen veränderter Nierenwerte

  • Flüssigkeitsmangel
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • bestimmte Medikamente
  • akute Infekte
  • Harnabflussstörungen
  • chronische Nierenerkrankungen

✅ Was Sie selbst tun können

  • ausreichend trinken, falls medizinisch nichts dagegen spricht
  • Blutdruck regelmässig kontrollieren
  • Medikamente nicht ohne Rücksprache absetzen
  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac nicht dauerhaft ohne ärztliche Rücksprache einnehmen
  • bei Diabetes auf gute Blutzuckereinstellung achten

⚠️ Wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?

  • bei deutlich verschlechterten Nierenwerten
  • bei Blut im Urin
  • bei stark schäumendem Urin
  • bei Schwellungen an Beinen oder Gesicht
  • bei wenig Urin trotz ausreichendem Trinken
  • bei Flankenschmerzen und Fieber
  • bei bekannten Nierenerkrankungen
  • wenn Sie unsicher sind

Wichtiger Hinweis:
Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine persönliche ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.